Gua Sha

Gua Sha, die Therapie gegen den Schmerz

Gua Sha

Diese Behandlungstechnik ist jahrtausendealt und wird traditionell in Asien angewendet. Auch die westliche Medizin kennt diese Methode, welche bereits von Hippokrates und Galen beschrieben wurde. Es ist eine Behandlungsmethode des Schabens auf der Körperoberfläche, die mittels eines kleinen Handwerkzeuges (z.B. Porzellanlöffel, Deckel, Münze, Schaber aus Horn, aus Jade, aus Bienenwachs etc.) ausgeführt wird.

Ablauf

Zuerst wird durchblutungsförderndes Massage Öl auf den zu behandelnden Körperbereich aufgetragen. Danach wird die Haut mittels eines "Schabers" und etwas Druck linienförmig gestrichen, insbesondere an Trigger- und Akupunkturpunkten, an Zustimmungspunkten und entlang der Merdianverläufe. Dieses Streichen wird vorzugsweise auf der Körperrückseite (zuerst die oberen Regionen und dann schrittweise bis zum Gesäss) durchgeführt. Anschliessend wird sanft nachmassiert.

Allgemeine Wirkung

Durch das Streichen der Haut wird die Durchblutung intensiviert d.h. „gestautes Blut“ (Sha) wird an der Körperoberfläche bewegt und fördert somit den Blutfluss zu Haut-, Muskel-, Faszien- und Bindegewebe sowie zu den inneren Organen.

  • öffnet die Poren und leitet pathogene Faktoren aus (Wind, Kälte, Feuchtigkeit, Toxine etc.)
  • löst Blutstagnationen
  • bewegt Blut und Qi (Mehrdurchblutung)
  • verbessert die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen
  • vermehrter Abtransport von Stoffwechselendprodukten
  • lindert Entzündungen
  • lindert Schmerzen und verbessert Bewegungseinschränkungen
  • löst Verspannungen/Verhärtungen
  • stärkt das Immunsystem
  • regt die inneren Organe an

Indikationen

  • Wind-Kälte Krankheiten
    (z.B. Erkältung, Fieber, Husten, Bronchitis, Asthma, Gelenkbeschwerden etc.)
  • hartnäckige Verspannungen, Muskelbeschwerden
  • Bewegungseinschränkungen, Steifheit (z.B. Nackensteife)
  • Schmerzen aller Art
  • allgemeine Blutstagnationen

Gut zu wissen
Durch diese Schabetechnik entstehen die gewünschten, meist grossflächigen und in der Regel nicht schmerzhaften Hautrötungen. Bei starker Blutstagnation werden kleine rot/bläuliche Petechien/Hämatome sichtbar - je stärker die Blockaden sind, desto stärker verfärbt sich die Haut. Die Haut wird dabei nicht verletzt. Die Flecken verschwinden nach etwa 3-5 Tagen.

Nach der Behandlung wird oft ein Effekt der Erleichterung, Wärme und Lockerung erfahrbar. Der behandelte Körperbereich sollte bedeckt (Schutz vor Kälte, Wind oder Sonne) sowie kaltes und saures Essen und Kaffee vermieden werden.