Schröpfen / Schröpfkopfmassage

Schröpfen verbessert die Mikrozirkulation

Schröpfen (trockenes)

Die Schröpfbehandlung ist eine jahrtausende alte Methode der traditionellen Volksmedizin, die in vielen Kulturen (Griechen, Römer, Ägypter, Afrikaner, Chinesen, Indianer etc.) praktiziert wurde und noch heute als „Hausmittel“ eingesetzt wird, um damit verschiedene Krankheiten zu behandeln.

Es ist auch eine Reiztherapie, bei der man sich das Prinzip der Reflexzonen zu Nutze macht: Verschiedene Hautbereiche am Rücken, sogenannte Head-Zonen, sind über Nervenbahnen mit bestimmten inneren Organen verbunden. Aufgrund dieser Nervenverbindungen können Störungen eines inneren Organs reflexartig Schmerzen/Überempfindlichkeit in dem zugehörigen Hautareal und dem darunter liegenden Bindegewebe auslösen – diese Verbindung nutzt man in umgekehrter Richtung. Somit wirkt das Schröpfen nicht nur lokal, sondern auch segmental und über die Reflexe auf innere Organe.

Ablauf und allgemeine Wirkung

Es werden Schröpfgläser auf bestimmte Körperzonen (Head Zonen/Segmente/Akupunkturpunkte) gesetzt und darin ein Vakuum erzeugt. Dadurch wird eine Saugwirkung auf das darunterliegende Gewebe ausgeübt, die zu einer verstärkten Durchblutung führt.

  • Mikrozirkulation von Blut und Lymphe werden verbessert
  • Stoffwechselleistung der Zellen wird aktiviert
  • Muskelverspannungen und Verhärtungen werden reduziert/beseitigt
  • Spasmen an inneren Organen können gelöst werden
  • schmerzlindernde Wirkung
  • Verdauungsorgane werden stimuliert
  • Sensorische Nerven werden stimuliert und das vegetative Nervensystem entspannt
  • Immunsystem wird angeregt und die Selbstregulation aktiviert
  • Energiefluss (Qi) wird reguliert und angeregt, bewegt Stagnationen (Blut/Qi)
  • entzieht Wind, Kälte und Feuchtigkeit

Beispiele möglicher Indikationen

  • Muskelbeschwerden/Verspannungen/Verhärtungen
  • Rückenschmerzen
  • Mensbeschwerden
  • Verdauungsprobleme (Bauch-, Magenbeschwerden)
  • Stoffwechselprobleme
  • Rheumatische Erkrankungen und Gelenkbeschwerden (nicht bei akuten Entzündungen)
  • Blutzirkulations-Störungen
  • Erkältungskrankheiten
  • nicht ulzeröse Hauterkrankungen
  • Narben

Schröpfkopfmassage

Diese effektive Methode wird v.a. am Rücken und an grossen Muskelflächen angewendet und erreicht auch tief liegende Gewebeschichten. Es wird mit einem „Saugglas“ auf der zuvor eingeölten Haut massiert (das Glas wird unter Vakuum hin und her geschoben). Je nach Vakuum ist der Effekt tonisierend/stärkend oder die Behandlung wirkt ausleitend, wenn das Vakuum stark ist. Verspannungen können gelöst werden und die Muskulatur wird gelockert. Ideal auch zur Vorbereitung für andere Verfahren.

Gut zu Wissen
Beim Schröpfen sowie bei der Schröpfkopfmassage können sich die behandelten Stellen leicht bläulich oder rötlich verfärben, das ist ein ganz normaler Effekt und die „Flecken/kleine Hämatome“ verschwinden auch wieder nach ca. 3-5 Tagen, je nachdem wie gut das betroffene Gewebe durchblutet ist.

Die behandelten Stellen sollten danach warm gehalten werden, damit keine Kälte von Aussen eindringen kann. Genügend Flüssigkeiten zu sich nehmen.