Was ist Shiatsu?

Ki japan. Schriftzeichen für Energie

Shiatsu ist Therapie für Körper, Seele und Geist

Shiatsu unterstützt bei chronischen und akuten körperlichen Beschwerden, bei seelischen Belastungen sowie bei innerer Unruhe. Shiatsu ist angenehm, befreiend und entspannend und hilft das natürliche Gleichgewicht wiederzufinden.

Shiatsu - weit mehr als ein Fingerdruck!

Shiatsu übersetzt bedeutet „Fingerdruck“ und hat seinen Ursprung in Japan mit Wurzeln in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die entspannende und fokussierte Berührung erreicht festgefahrene, oft schmerzhafte Muster des Klienten und kann diese auflösen. Es ist eine interaktive Berührungs-, Bewegungs-, Atem- und Energiearbeit. Therapeutin und KlientIn sind dabei in ständiger Resonanz.

Berührung - Kern der Shiatsu Technik

Sanfter Druck mit Händen, Daumen, Ellbogen oder Knien wird durch Verlagern des eigenen Körpergewichts auf Meridiane, Akupunkturpunkte und bestimmte Körperzonen ausgeübt. Der Energiefluss wird so in seinem natürlichen Fluss und Ausdruck unterstützt. Ergänzend wirken dabei gezielte Dehnungen und Rotationen sowie Techniken aus anderen Therapieformen.
Die Berührung ist einfühlsam, achtsam und raumgebend, konkret und tief, klar und offen.

Störungen im Energiefluss

Unser Leben ist vom ständigen Wandel geprägt. Die Gesundheit ist ein dynamisches Gleichgewicht und dann gegeben, wenn der Mensch mit sich und der Umwelt im Einklang ist und seine Lebensenergie Ki ungehindert fliessen kann. Wiederholte Störungen im Energiefluss beeinträchtigen die natürliche Selbstregulation, was zu einem energetischen Ungleichgewicht auf körperlicher, seelischer und/oder geistiger Ebene führen kann. Dies äussert sich als Symptome, Schmerzen, Unausgeglichenheit oder Krankheit. In der Shiatsubehandlung werden diese Störungen lokalisiert und mittels verschiedenen Behandlungstechniken ausgeglichen.

"Alles Flexible und Fliessende neigt zu Wachstum, alles Erstarrte und Blockierte verkümmert..."

Lao Tse

Hintergrund von Shiatsu

Der Begriff „Shiatsu“ wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts geprägt, als japanische Therapeuten den medizinischen Nutzen der alten Massagetechnik Anma (einer Behandlungsmethode aus dem 10. Jahrhundert, die mit Druck, Vibrations- und Massagetechniken arbeitet) neu entdeckten. Zu diesem Zeitpunkt entstand die erste Form des Shiatsu.

Besonders bedeutungsvolle Persönlichkeiten in der Geschichte des Shiatsu sind:

  • Tenpeki Tamai erfand 1919 den Namen Shiatsu für die therapeutische Anwendung traditioneller Manualtechniken.
  • Tokujiro Namikoshi (1905 – 2000) entwickelte einen Shiatsu-Stil basierend auf der Chiropraxis, resp. westlich-medizinischen Grundlagen. Er verband diese mit den traditionellen fernöstlichen Erkenntnissen von Energie. Sein Vermächtnis war unter anderem die staatliche Anerkennung 1964 von Shiatsu als eigenständige Therapieform.
  • Shizuto Masunaga (1925 – 1981) orientierte sich seinerseits an traditionellen Manualtechniken und Gesundheitslehren und bezog in seine Arbeit mit Shiatsu psychologische Aspekte ein. Zudem erweiterte er die Meridianlehre und entwickelte weitere Shiatsu-Techniken. Sein Shiatsu verbreitete sich im Westen am stärksten.